Aufgeben kam nicht in Frage. Im Rhythmus einer Maschine, mit hämmerndem Pulsschlag, verschmolzen zu einer Einheit bewegte sich das 4er-Team des Atlassport/ RSC Betzdorf beim 5. Stöffelpark Races MTB durch die anspruchsvolle Kulisse des stillgelegten Steinbruchs in Enspel.

Vom 7.-8. Juli 2018 von 12.00 bis 12.00 Uhr wurde die Landschaft des Tertiär-und Industrieerlebnisparks für 24 Stunden zum Leben erweckt. Über schmale Pädchen, steile Schotterwege des Steinbruchs, vorbei am Stöffelsee, durch Wälder und die stillgelegte Industrieanlage mit den – in der Nacht beleuchteten – Hallen fuhren die vier Mountainbiker Sven Brucherseifer (RSC), Enrico Nix, Leo Zöller und Marco Svenska (RSC) im fliegenden Wechsel ihre insgesamt 120 Runden der 3,5 km langen Strecke. Weder von den hohen Temperaturen, noch der erhöhten Sturzgefahr ließen sich die Fahrer bremsen, bestärkt durch den unermüdlichen Beifall der Zuschauer.

In der Nacht halfen auch die bereitgestellten Kraftriegel und Energiedrinks nicht mehr aus, da hieß es nur noch zusammenhalten, sich gegenseitig motivieren. “Wir fahren weiter”, obwohl die Beine schwererer wurden, die Konzentration nachließ und die Teammitglieder an ihr Limit kamen. Irgendwann spiele der Körper nicht mehr mit, dann sei es nur noch Kopfsache, so Marco Svenska, der 39-jährige Fahrer des RSC Betzdorf. Die Strecke war kaum mehr sichtbar, immer mehr spürbar – wie in Trance – unterbrochen durch den Lichtwechsel der Hallen ratterten die Räder immer weiter im Dunkel der Nacht, begleitet von dem pulsierenden Geräusch der Dampfmaschinen. Erst bei Tagesanbruch, gestärkt vom Frühstück kam die Energie zurück und die Strapazen der Nacht waren wie verflogen.

Ein spektakuläres Erlebnis, an das sich die Fahrer noch lange erinnern werden.

Mit einer Rundenbestzeit von 9:37 Minuten konnte das Team am Ende einen guten 6. Platz erzielen und alle blicken zuversichtlich auf ihre nächsten Rennerfolge.

Marco Svenska

Foto: Der RSC-Betzdorf-Fahrer Marco Svenska